Stress, vor allem Dauerstress, welcher mittlerweile von vielen erlebt wird, ist ein großes gesundheitliches Risiko. Der Körper arbeitet in drei Modi: Entspannungs-, Normal- und Höchstleistungsmodus, bei Stress ist Letzteres der Fall. Läuft der Körper die ganze Zeit im Höchstleistungsmodus, kann er sich nicht regenerieren oder reparieren. Immer mehr Organe und Systeme sind überfordert, arbeiten eingeschränkt oder fallen aus. Andere müssen einspringen und sind umso mehr belastet. Immer weniger Fäden halten ein Flickengebilde zusammen und irgendwann schaltet sich der Körper ab und tut nichts mehr, außer sich zu regenerieren. Ein klassisches Burnout entsteht, es ist keine Widerstandskraft mehr vorhanden. Selbst minimalste Aufgaben fühlen sich zu viel an und sind überwältigend. Nur im Normalmodus, besonders aber im Entspannungsmodus, arbeitet das Immunsystem mit voller Kraft, nur dann existieren Reparaturkapazitäten. Alarmierend ist, dass viele Menschen fast ihre gesamte Zeit zwischen Normal- und Höchstleistungsmodus hin- und herpendeln und den Entspannungsmodus gar nicht mehr erreichen oder ihn, sollte er eintreten, nicht aushalten können.

Was passiert bei Stress?

Stress löst in uns den Flucht-Kampf-Mechanismus aus. Das heißt der Körper macht sich bereit, um entweder wegzurennen oder, wenn das nicht die beste Option ist, zu kämpfen. Er schüttet Adrenalin aus, versorgt die Extremitäten mit Blut und erhöht Herz- und Atemfrequenz. Im Moment einer akuten Gefahrensituation ist dies sehr sinnvoll, doch als Dauerlösung extrem gesundheitsschädigend. 
Akute Gefahrensituationen erleben wir heutzutage eher selten. Jedoch wird die Stressreaktion auch im Falle von eigener oder fremder Verspätung, bei einem übervollen E-Mail-Account, bei Ärger mit dem Chef u.s.w. ausgelöst. Die Unsicherheit, die durch die Corona-Pandemie in unser Leben Einzug gehalten hat, ist ein weiterer großer Stressfaktor. In all diesen Situationen reagieren wir nicht körperlich mit Flucht oder Kampf. Wir beantworten die E-Mail, versuchen durchzuatmen oder schlucken den Ärger herunter. Dann verläuft die Stressreaktion ins Leere und die Stresshormone werden nicht wieder abgebaut. Adrenalin und Cortisol verbleiben im Körper und verhindern nicht nur, dass wir entspannen, sondern auch, dass wir gut und tief schlafen können. So entsteht ein Teufelskreis, denn Schlafmangel stresst uns noch mehr.

Eine sehr effektive Möglichkeit, Stress zu begegnen, ist Berührung. Achtsame liebevolle Berührung, bei der wir uns sicher und wohl fühlen. Oxytocin, das Kuschelhormon, wirkt beruhigend, da es den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Konzentration von Stresshormonen im Blut senkt. Wir können wieder entspannen und uns regenerieren.

Tipp: Bist du schon länger sehr gestresst: Gehe Joggen oder Fahrrad fahren an der frischen Luft und powere dich richtig aus. Dann treffe dich mit einem KuschelBuddy (am besten abends, damit du nach oder bei der Kuschelession gleich einschlafen kannst). Besser und nachhaltiger geht es nicht.

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